Nachdem wir im letzten Beitrag „Basel anders“ drei Date-Ideen gesammelt haben, die sich nicht wie ein Bewerbungsgespräch anfühlen, kommt hier die Zürich-Version.
Online kennenlernen ist das eine. Sich im echten Leben wirklich wohlfühlen das andere. Und genau da passiert beim ersten Date oft etwas Merkwürdiges: Obwohl zwei Menschen sich eigentlich neugierig sind, landet man dann doch wieder beim Standardprogramm. Ein „lass uns einen Kaffee trinken“ im vollen Lokal. Eine Runde am See „wie alle“. Oder ein Abendessen, das sich nach 15 Minuten schon anfühlt wie ein kleines Bewerbungsgespräch, nur mit Karte, Hauptgang und der stillen Frage: „Wie lange sitzen wir jetzt hier?“
Das Problem ist nicht Kaffee. Oder der See. Oder ein Restaurant. Das Problem ist: Diese Orte geben Ihnen kaum Hilfe.
Wenn es sofort leicht ist, ist alles gut. Wenn es aber ein bisschen holpert (und das ist normal), fehlt plötzlich der natürliche Gesprächsstoff. Dann wird’s schnell zu still.
Darum: Drei Date-Ideen für Zürich, die nicht dem Standard entsprechen und genau deshalb so gut funktionieren.
Die drei Ideen sind bewusst unterschiedlich:
- etwas lebendiger (für „wir probieren uns durch“),
- etwas ruhiger und neugierig (für „wir entdecken etwas zusammen“),
- und ganz entspannt im Grünen (für „wir reden, aber ohne Lärm“).
Wenn Sie also Lust auf ein erstes Date haben, das sich mehr nach „Wir schauen mal, wie es sich anfühlt“ anfühlt und weniger nach „Wir müssen jetzt liefern“, dann sind diese drei Zürich-Ideen wie für Sie gemacht.
Frau Gerolds Garten statt „klassisch Restaurant“

Frau Gerolds Garten ist ideal, wenn Sie locker starten wollen, ohne Restaurant-Formalität. Es ist lebendig, aber nicht „Party“, und genau dadurch passiert etwas Schönes: Sie entscheiden gemeinsam, probieren, teilen, lachen über kleine Überraschungen.
So wird’s entspannt:
- Treffpunkt klar machen: „Wollen wir uns um 18:30 beim Eingang treffen?“ – simpel, kein Herumirren.
- Jede*r nimmt 1–2 Kleinigkeiten: Teilen macht automatisch ungezwungen. Und es fühlt sich nie so an, als müsste man „abliefern“.
- Starten Sie mit etwas zu essen statt Alkohol: Ein kleiner Snack zuerst ist oft der beste Eisbrecher. Ein Drink kann später immer noch kommen.
- Der grosse Vorteil: Sie können jederzeit sagen: „Wollen wir noch was probieren?“ oder „Das war richtig angenehm – ich muss weiter, aber lass uns bald nochmal.“
Wenn’s gut läuft: Ein kurzer Spaziergang durchs Quartier ist perfekt für den „zweiten Teil“ des Dates: weniger Geräusch, mehr Ruhe, ein Moment zum Durchatmen.
Mini-Gesprächsstarter:
- „Bist du eher Team süss oder salzig?“
- „Was ist dein absoluter Klassiker – was geht immer?“
- „Wenn du heute nur eine Sache auswählen dürftest, welche wäre es?“
Moulagenmuseum statt „Standard-Museum-Date“

Manchmal ist das beste erste Date eins, bei dem Sie nicht die ganze Zeit frontal gegenüber sitzen. Ein Museum ist dafür ideal: Sie schauen gemeinsam auf etwas Drittes und das Gespräch entsteht wie von selbst.
Das Moulagenmuseum ist dafür besonders gut, weil es nicht „das Standard-Museum-Date“ ist. Es ist kurios, überraschend, manchmal fast ein bisschen skurril und genau das macht es so leicht.
Warum das so gut funktioniert:
- Gesprächsstarter inklusive: „Hast du das erwartet?“ / „Wusstest du das?“ / „Was denkst du dazu?“
- Weniger Interview-Feeling: Sie bewegen sich, entdecken etwas, machen Pausen – das ist natürlicher als ein Café-Setting.
- Gute Dramaturgie: Erst ruhig gemeinsam schauen, danach ein unkomplizierter Ausklang.
Danach als Ausklang (ohne Dinner-Zwang):
Ein Kaffee oder ein Glas im Café Bar ODEON. Nicht, weil es „schick“ sein muss, sondern weil man dort leicht sagen kann: „Wollen wir noch kurz sitzen?“ und genauso leicht: „Das war schön, ich geh dann weiter.“

Mini-Gesprächsstarter:
- „Was findest du spannender: Medizin früher oder heute?“
- „Bei welchem Thema bist du sofort neugierig?“
- „Was war dein Lieblings-Detail heute?“
Picknick im Sihlwald statt City-Hektik

Wenn Sie beide eher „ruhig & echt“ mögen, ist ein kleines Picknick im Sihlwald (Wildnispark Zürich) ein super Rahmen: Natur, Weite, wenig Ablenkung – und trotzdem genug zu sehen, damit Gesprächspausen nicht unangenehm werden. Und das Beste: Es fühlt sich nicht an wie ein „Programmpunkt“, sondern wie eine echte Pause.
So bleibt es unkompliziert:
- Treffpunkt einfach abmachen (z. B. beim Besucherzentrum oder bei einem klaren Startpunkt).
- Starten Sie mit einem Spaziergang statt „sofort hinsetzen“ – das nimmt Nervosität.
- Dann irgendwo kurz pausieren: Bank, Feuerstelle, ruhiges Plätzchen – ohne grosses Setup.
- Wenn’s gut läuft: weiterlaufen, nochmal sitzen, nochmal reden. Wenn nicht: Der Heimweg ist ganz natürlich und ohne komisches „Exit“.
Picknick-Checkliste (light):
- 2 Getränke
- 1 Sache zum Teilen (z. B. Früchte, kleines Gebäck, Sandwich)
- Servietten
- Optional: kleine Decke
Mini-Gesprächsstarter:
- „Was macht für dich einen Ort gemütlich?“
- „Bist du eher Berg oder See – oder beides?“
- „Welche Kleinigkeit macht deinen Alltag besser?“
Ein gutes erstes Date ist nicht das mit dem grössten Plan. Es ist das, bei dem Sie sich beide normal fühlen dürfen.
Darum: lieber Orte, die Gesprächsstoff liefern, Bewegung erlauben und einen einfachen Ausstieg haben. Das ist nicht unromantisch, das ist respektvoll. Und oft genau der Rahmen, in dem echte Nähe überhaupt entstehen kann.
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