– Ein Rückblick auf die ersten Tage, Zahlen hinter den Kulissen und ein Blick nach vorne –

Vor ein paar Wochen habe ich hier erzählt, wie DuoLivo entstanden ist: aus der Frustration über eine Branche, die Menschen ausnutzt, und aus dem Wunsch, etwas Ehrliches und Faires aufzubauen. Damals war vieles noch Vision, Skizze und Prototyp. Heute darf ich etwas schreiben, das sich lange wie ein fernes Ziel angefühlt hat: DuoLivo ist live.

Seit Montag, 24. November 2025 ist unsere App im Apple App Store, im Google Play Store und im Browser verfügbar. Was vorher aus Notizen, Whiteboards, unzähligen Gesprächen mit Freunden, Bekannten und Testpersonen bestand. Es ist jetzt ein echter Ort, an dem sich Menschen begegnen können.

Ein stiller, aber sehr besonderer Start

Wir haben uns bewusst gegen einen lauten „Big Bang“ entschieden. Kein riesiges Werbebudget, keine grossen Versprechen, keine vollgeklebten Städte – sondern ein ehrlicher Start, bei dem wir genau hinsehen, zuhören und lernen.

Dieser „stille“ Start war uns wichtig: DuoLivo richtet sich an Menschen ab 50, die mitten im Leben stehen, Verantwortung tragen und genug von grossen Worten haben. Für sie ist entscheidend, ob sich etwas richtig anfühlt. Nicht, wie laut es beworben wird.

In den ersten sieben Tagen nach dem Start hatten wir 22 Registrierungen. Zwei davon waren ganz offensichtlich Bots. Diese wurden direkt gelöscht, weil wir von Anfang an klar machen wollen: Auf DuoLivo sollen nur echte Menschen unterwegs sein. Technisch ist das manchmal aufwändig. Aber für uns ist es eine Frage des Respekts gegenüber allen, die sich ernsthaft auf die Suche nach Nähe machen.

Die restlichen 20 Personen sind genau die Menschen, für die wir DuoLivo entwickelt haben: im Durchschnitt 59 Jahre alt, und die Verteilung ist aktuell 50/50 zwischen Frauen und Männern. Für uns sind das nicht einfach Zahlen, sondern ein klares Signal: Unsere Botschaft kommt an. Menschen, die sich ein seriöses, transparentes Angebot wünschen, fühlen sich von DuoLivo angesprochen. Genau dafür haben wir die letzten Monate so hart gearbeitet.

Viele der ersten Rückmeldungen kamen direkt per E-Mail oder über das Kontakt-Formular. Solche Nachrichten sind für uns mindestens so viel wert wie jede Downloadzahl.

So nutzen die ersten Mitglieder DuoLivo

Spannend ist auch der Blick darauf, wie DuoLivo genutzt wird:

  • Rund 60% der registrierten Personen verwenden iOS
  • Etwa 30% sind mit Android unterwegs
  • Und 10% nutzen die Web-Version im Browser

Das hilft uns sehr zu verstehen, wo wir technisch zuerst besonders sorgfältig hinschauen müssen. Gerade auf iOS und Android testen wir intensiv, wie sich Registrierung, Onboarding und erste Kontaktaufnahmen anfühlen.

Dass wir DuoLivo von Anfang an als plattformübergreifende Lösung entwickelt haben, bestätigt sich jetzt als absolut richtig: Einige nutzen die App auf dem Smartphone, andere lieber gemütlich am Laptop oder Tablet. Wir möchten, dass DuoLivo sich auf allen Geräten gleich klar, ruhig und vertrauenswürdig anfühlt.

In den nächsten Wochen werden wir diese Nutzungsdaten noch genauer auswerten, um herauszufinden, an welchen Stellen Menschen hängen bleiben. Wo sie abbrechen oder wo sie besonders schnell „ankommen“.

Drei Versionen in einer Woche

Mit dem Start von Version 1.0 am Montag war klar: Jetzt zeigt sich, wie sich DuoLivo im Alltag anfühlt – nicht im Test, sondern im echten Leben.

Und wie das bei jedem Produktstart ist, haben die ersten Nutzerinnen und Nutzer uns sofort geholfen, Dinge zu entdecken, die auf dem Papier gut aussahen. In der Praxis aber noch nicht rund waren. Kleine Anzeigefehler oder Formulierungen, die missverständlich waren. Abläufe, die sich komplizierter anfühlten als nötig.

Darum haben wir in der ersten Woche gleich zwei Updates veröffentlicht:

  • Mittwoch: Version 1.1
  • Freitag: Version 1.2

In diesen Updates haben wir:

  • diverse Fehler behoben, die nur im „echten Leben“ sichtbar werden
  • das UI an mehreren Stellen optimiert, damit DuoLivo noch klarer, ruhiger und einfacher bedienbar wird
  • erste Rückmeldungen aus dem Support direkt eingearbeitet

Für uns ist das kein Makel, sondern Teil unserer Haltung. Wir wollen nicht so tun, als wäre alles perfekt. Lieber transparent zeigen, dass wir DuoLivo Schritt für Schritt besser machen. Gemeinsam mit den Menschen, die uns ihr Vertrauen schenken.

Wer DuoLivo in dieser Phase nutzt, ist gewissermassen Teil eines „inneren Kreises“. Menschen, die bereit sind, Dinge auszuprobieren, Rückmeldungen zu geben und uns dabei zu helfen, aus einer Idee ein richtig gutes Produkt zu machen. Das wissen wir sehr zu schätzen.

Was in den nächsten Wochen kommt

Was uns in den letzten Tagen besonders berührt hat: verschiedene Medien haben sehr positiv auf die Ankündigung von DuoLivo reagiert. Es wurden bereits erste Gespräche geführt, Interviews aufgezeichnet und Beiträge vorbereitet, die in den kommenden Wochen erscheinen werden.

Diese Berichte werden wir natürlich auch auf unserer Webseite und im Magazin sichtbar machen. Nicht, um uns selbst zu feiern, sondern weil sie helfen, Vertrauen aufzubauen. Sie zeigen, warum wir DuoLivo anders denken als viele bestehende Angebote.

Heute geht es richtig los

Mit dem heutigen Montag, 1. Dezember 2025, beginnt ein weiterer wichtiger Schritt: Unsere Werbekampagne startet.

Sie ist darauf ausgelegt, nicht mit plakativen Versprechen zu arbeiten, sondern genau die Menschen zu erreichen, die sagen: „Ich wünsche mir Nähe – aber ohne Abofallen, ohne Spielchen, ohne versteckte Bedingungen.

Wir werden in den kommenden Wochen auf verschiedenen Kanälen präsent sein. Online, offline und vor allem dort, wo unsere Zielgruppe tatsächlich unterwegs ist. Uns ist wichtig, dass die Kampagne dieselbe Sprache spricht wie die App: ruhig, klar, respektvoll.

Wir sind überzeugt, dass in den kommenden Tagen und Wochen viele neue Menschen DuoLivo ausprobieren. Sie werden Profile anlegen und ihre ersten Nachrichten verschicken. Vielleicht entstehen schon in dieser Adventszeit Begegnungen, die weit über die Feiertage hinaus Bedeutung haben.

Was als Nächstes kommt

Auch wenn wir gerade erst gestartet sind, schauen wir bereits nach vorne. Auf unserer Roadmap stehen schon jetzt neue Funktionen, die DuoLivo noch persönlicher, sicherer und übersichtlicher machen sollen.

Wir freuen uns besonders, dass dieser nächste Abschnitt mit der Adventszeit zusammenfällt. Für viele ist das eine Zeit der Rückschau, manchmal auch der Einsamkeit – aber eben auch eine Zeit der Hoffnung.

Wenn DuoLivo in dieser Zeit dazu beiträgt, dass sich Menschen verbinden – dann hat sich jede schlaflose Nacht in der Entwicklung gelohnt.

Zwei Herzen und viele Stunden

DuoLivo ist für uns mehr als ein Produktstart. Es ist das Ergebnis von Monaten intensiver Arbeit: von Abenden, an denen der Laptop noch lange nach Mitternacht offen war. Von Wochenenden, an denen wir Designs umgebaut, Texte umformuliert, Funktionen verworfen und neu gedacht haben. Es ist das Resultat von Diskussionen, Zweifeln, kleinen Rückschlägen. Und immer wieder der gleichen Frage: „Würden wir uns selbst auf so einer Plattform anmelden?“

Wir haben DuoLivo nicht gebaut, um „noch eine Dating-App“ in einen ohnehin überfüllten Markt zu bringen. Wir haben DuoLivo gebaut, weil wir zutiefst glauben, dass Menschen auch online mit Respekt, Klarheit und Ehrlichkeit behandelt werden müssen. Gerade dann, wenn es um etwas so Persönliches geht wie Nähe, Vertrauen und Beziehungen.

An alle, die sich bereits registriert haben: Danke für euer Vertrauen. Ihr seid die ersten, die aus einer Idee eine lebendige Gemeinschaft machen. Eure Rückmeldungen, euer Mut, etwas Neues auszuprobieren, bedeuten uns unglaublich viel.

An alle, die noch zögern: Ihr müsst nichts überstürzen. Aber vielleicht lohnt es sich, den Schritt zu wagen, ein Profil anzulegen. Einige Fragen zu beantworten und zu schauen, wer da draussen noch unterwegs ist und sich dasselbe wünscht wie ihr.

Wir freuen uns auf alles, was in den nächsten Wochen entsteht. Auf Geschichten, die wir (anonymisiert) erzählen dürfen. Auf Begegnungen, die vielleicht ein Leben verändern, und auf viele ehrliche Nachrichten, in denen Menschen sich trauen zu sagen: „Ich suche nicht das Perfekte – ich suche etwas Echtes.“

Zwei Herzen. Ein Weg.

Danke, dass ihr diesen Weg mit uns geht.

Herzliche Grüsse
Valentin & Alex